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STRAFANZEIGE

ANLAGEBETRUG ANZEIGEN

Anlagebetrug als Straftatbestand

Anlagebetrug ist in Deutschland nach § 263 StGB (Betrug) und § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug) strafbar. Betrug liegt vor, wenn jemand durch Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Vermögensschaden verursacht. Der spezielle Tatbestand des Kapitalanlagebetrugs erfasst insbesondere irreführende Angaben in Prospekten und Werbematerialien für Kapitalanlagen.

§ 263 StGB – Betrug

Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahre oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen (z.B. gewerbsmäßig) 6 Monate bis 10 Jahre.

Betrug ist ein Offizialdelikt – die Staatsanwaltschaft muss bei Kenntnis von Amts wegen ermitteln.

§ 264a StGB – Kapitalanlagebetrug

Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahre oder Geldstrafe. Erfasst irreführende Angaben gegenüber einem größeren Personenkreis.

Spezieller Tatbestand für Betrug bei Kapitalanlagen, Wertpapieren und Unternehmensbeteiligungen.

Typische Erscheinungsformen sind Schneeballsysteme, Scheinunternehmen und betrügerische Krypto- und Trading-Plattformen. Die typischen Warnzeichen zu kennen, kann helfen, Betrug frühzeitig zu erkennen.

Warum eigenständig erstattete Anzeigen scheitern können

Viele Geschädigte erstatten nach einem Betrug eigenständig Strafanzeige, sei es über ein Online-Formular der Polizei oder bei der örtlichen Polizeidienststelle. Grundsätzlich ist das möglich, doch unsere Erfahrung zeigt: Diese Anzeigen werden häufig nicht mit der gebotenen Dringlichkeit verfolgt.

Hinzu kommt: Viele Ermittler sind mit den Besonderheiten des digitalen Anlagebetrugs nicht ausreichend vertraut. Ohne fundierte Aufbereitung des Sachverhalts fehlt den Behörden oft die Grundlage für effektive Ermittlungen.

Welche Unterlagen für das weitere Vorgehen entscheidend sein können

Eine gut dokumentierte Strafanzeige erhöht die Erfolgschancen erheblich. Folgende Unterlagen sollten Sie nach Möglichkeit zusammenstellen:

Zahlungsnachweise

Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Kreditkartenabrechnungen

Kommunikation

E-Mails, WhatsApp-/Telegram-Verläufe, SMS, Telefonprotokolle

Plattform-Dokumentation

Screenshots der Website, Dashboards, Kontostände, Trades

Verträge & AGBs

Alle erhaltenen Dokumente, auch wenn sie sich als gefälscht herausstellen

Kontaktdaten der Täter

Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Wallet-Adressen

Chronologie

Zeitlicher Ablauf des Betrugs mit Datumsangaben

Ausführliche Anleitung zur Beweissicherung: In unserem Ratgeber erfahren Sie im Detail, welche Beweise entscheidend sind und wie Sie diese richtig dokumentieren.

Wichtigste Beweismittel

Wie spezialisierte Anwälte Ihre Erfolgschancen erhöhen

Für unsere Mandantinnen und Mandanten bieten wir eine umfassende Prüfung des Betrugsvorfalls an und wenden uns bei Bedarf direkt an die zuständige Staatsanwaltschaft oder Generalstaatsanwaltschaft. So wird zeitnah ein Ermittlungsverfahren gegen die verantwortlichen Täter eingeleitet.

Unsere Vorgehensweise

  • Direkte Einreichung bei der Staatsanwaltschaft

    Statt den Umweg über die örtliche Polizei zu gehen, reichen wir fundierte Strafanzeigen direkt bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ein.

  • Professionelle Beweisaufbereitung

    Wir sichern und strukturieren alle relevanten Beweismittel so, dass Ermittler sofort handeln können.

  • Ermittlungsunterstützende Schreiben

    Wir stellen den Ermittlungsbehörden gezielt die relevanten Informationen zur Verfügung – das ist für den Erfolg des Verfahrens entscheidend.

  • Begleitung des gesamten Verfahrens

    Wir bleiben am Ball, reagieren auf Rückfragen und treiben das Verfahren aktiv voran.

Verjährungsfristen beachten

Zeit ist ein kritischer Faktor. Sowohl für die Strafverfolgung als auch für zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gelten Verjährungsfristen:

ArtFristHinweis
Strafrechtlich (einfacher Betrug)5 JahreAb Tatbeendigung, § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB
Strafrechtlich (gewerbsmäßiger Betrug)10 JahreBei besonders schweren Fällen, § 263 Abs. 3 StGB
Zivilrechtlich (Schadensersatz)3 JahreAb Kenntnis von Schaden und Schädiger

Besonders kritisch: Die zivilrechtliche Verjährung von nur 3 Jahren bedeutet, dass Sie zeitnah handeln müssen, um Ihre Schadensersatzansprüche zu sichern. Jeder Tag zählt.

Vorsicht vor Folgebetrug (Recovery Scam)

Nach einem Anlagebetrug werden Betroffene häufig erneut zum Ziel von Kriminellen. Sogenannte „Recovery-Betrüger" geben sich als Anwälte, Ermittlungsbehörden oder Spezialfirmen aus und versprechen, das verlorene Geld zurückzuholen – gegen eine Vorabgebühr.

Unser Rat: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Prüfen Sie jeden Dienstleister sorgfältig. Seriöse Kanzleien wie unsere bieten eine kostenfreie Erstberatung und verlangen keine Vorabgebühren für unrealistische Versprechen.

Wie wir Sie in dieser Situation unterstützen

Unsere Kanzlei ist auf Anlagebetrug spezialisiert und begleitet Geschädigte von der ersten Stunde an. Wir übernehmen die Koordination aller Maßnahmen und setzen Ihre Ansprüche konsequent durch.

Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch

Eine professionell aufbereitete Strafanzeige erhöht Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Strafverfolgung und Vermögensrückführung erheblich. Kontaktieren Sie uns für eine kostenfreie Ersteinschätzung Ihres Falls.

Weitere Informationen zu den ersten Schritten nach Anlagebetrug finden Sie in unserem Ratgeber. In unseren Beispielfällen erfahren Sie, wie wir Betroffenen in ähnlichen Situationen helfen konnten.